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James & Mac Diving Center, Giftun Beach Resort,
Hurghada, Ägypten • Oktober 2004
Wenn eine Unterhaltung unter Tauchern so beginnt: „Wir waren neulich zum Tauchen in Hurghada ...“, dann geht es meist so weiter: „ ... Was? Da wart Ihr doch bestimmt bei James & Mac!“
Tatsächlich. Diese Tauchbasis scheint DIE Basis schlechthin in Hurghada zu sein und immerhin hat das Rote Meer an diesem speziellen Fleck´chen Erde noch einiges mehr an Tauchbasen zu bieten.
Die Basis ist enorm: seit 1988 unter der Leitung von James & Mac, bietet sie alles, was des Tauchers Herz unter südlicher Sonne begehrt: Ausrüstungs-, Technik- und Schulungsräume, einen Fashion Shop, einen belüfteten Taschenraum, einen Waschpool mit Schattentrocknung und sogar eine Arztstube. Von der in Ägypten üblichen Stella-Bar natürlich ganz zu schweigen. Die Guides und das übrige Personal scheinen sehr motiviert und kompetent. Die Anlage ist ordentlich und gepflegt. Die Leihausrüstung ist in bestimmt jeder Größe und in bestem Zustand vorhanden.
Und auch in puncto Service lässt sich James & Mac immer wieder etwas einfallen: zum Beispiel die Gästekarte, die die Folgeurlaube in der Basis um 10% vergünstigt, oder der umfangreiche Internet-Service.
Mit beinahe 10 modernen Tauchschiffen (ich hoffe, ich habe jetzt keines unterschlagen), können in der Hauptsaison pro Tag fast 200 Taucher zu Halbtages- und Ganztagesausfahrten ablegen. Dabei ist der Ablauf perfekt schon fast „preußisch-zackig“ durchorganisiert: erst bei Okay durch James oder den begleitenden Guide darf die Gruppe an den Bootssteg, um zu großes Gedränge dort auf dem Steg und an den Booten zu vermeiden. Ohne Organisation lässt sich ein so umfangreicher Betrieb sonst kaum ordentlich gewährleisten.
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Wir waren als Gruppe vor Ort, so dass sich das Listen-Eintragen für uns erübrigte, da wir stets das gleiche Boot für uns hatten. Und wie immer am Roten Meer: das ägyptische Personal ist außerordentlich freundlich und hilfsbereit und das Essen an Bord, das von den Jungs zubereitet wurde ein Traum! (Vor allem der leckere Kuchen am Nachmittag ...!).
Alles in allem: Kein Wunder, dass die Basis beim „Tauchen Award“ in der Kategorie „Beste Tauchbasis Rotes Meer“ den 1. Platz errungen hat. Sicher wird ihr das bald wieder gelingen.
Was war es also, warum wir trotzdem uns manchmal nach dem harmonischen, und nicht ganz so perfekt und straff durchorganisierten Safaga-Urlaub zurücksehnten? War es die teilweise nicht ganz so perfekte Sicht unter Wasser oder die manchmal nicht ganz so aufregenden Tauchplätze? Oder war es die unumgängliche Vorgabe, dass beide Taucher im Buddy-Team für den Thistlegorm-Tauchgang einen Computer haben und so ggf. für gut Geld noch einen leihen mussten? Oder war es die Enttäuschung, dass nach einem aufregenden Nachttauchgang die Stella-Bar bereits geschlossen hatte und kein Deko-Bier die Phantasie beim Eintragen der Tauchgänge in´s Logbuch anregte?
Nein, für uns, die wir bereits auch etliche Tauchbasen in den unterschiedlichsten Gegenden dieser Erde erleben konnten, war es eben gerade diese Perfektion der Organisation, die uns keinen Tick an „Freiheit“ oder Eigenverantwortung mehr lies. Für uns gehört zum Tauchen immer noch ein Hauch von „Abenteuer“ und „Atmosphäre“! James & Mac hat sich wohl wie ganz Hurghada so auf die Massen an Tauchtouristen eingestellt, dass zumindest wir dieses Quent´chen Gefühl hier nicht mehr finden konnten.
Was uns gut gefiel:
· Alles da, was man braucht.
· Das Essen an Bord!
Was wir uns anders wünschen würden:
· Tatsächlich war alles „perfekt“!
by. Eva Maria Reiter
25. Oktober 2004 |
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Fotos: Thorsten Koopmann
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